SIMTSHÄUSER DORFTHEATER

 

 

  

 

Das SIMTSHÄUSER DORFTHEATER besteht seit 1978. Damals kamen Jugendliche aus Simtshausen, die dem kirchlichen Jugendkreis angehörten, auf die Idee, anlässlich eines Altennachmittags Situationen zum "Generationenkonflikt" szenisch darzustellen. Hierbei bemerkten die Jugendlichen, dass es ihnen sehr viel Spaß bereitete, auf der Bühne zu stehen. So war die Idee, „ein größeres Stück" einzustudieren, die beinahe zwangsläufige Folge. Mit dem Stück "Krach um Jolanthe" von August Hinrichs konnte dann im März 1979 ein sehr guter Erfolg erzielt werden.

 

Im folgenden Jahr und nach Aufführungen von „Für die Katz“, ebenfalls von August Hinrichs, in Simtshausen und Wollmar löste sich der Jugendkreis auf und es gab damit eigentlich auch keine Theatergruppe mehr. Doch bereits im Sommer 1980 schlossen sich die Spielerinnen und Spieler aus einer Bierlaune heraus wieder zusammen, um die Idee, Theater auf dem Dorf zu machen, fortzuführen. Die Gruppe schloss sich der Gymnastikabteilung des RSV Simtshausen an. Ein Stück war mit „Siebzehn und zwei“ – wiederum aus der Feder von August Hinrichs - schnell gefunden und so wurde auch im Jahr 1981 wieder Theater gespielt, diesmal sogar in drei Orten, nämlich in Simtshausen, Wollmar und Münchhausen.

 

Im Laufe der nächsten Jahre kamen regelmäßige Aufführungen in Amönau, Mellnau, Oberasphe und Niederasphe hinzu. Ferner spielten wir in Sterzhausen, Goßfelden und Lohra.

 

Eines der Highlights in der noch jungen Geschichte des Theaters vom Dorf stellte die Aufführung am 07.04.1990 in der Gaststätte "Tannenburg" in Schönau v.d. Walde/Thüringen dar. Kurz nach Öffnung der innerdeutschen Grenze kamen einige Gruppenmitglieder auf die Idee, in der damals noch bestehenden DDR eine Benefizveranstaltung durchzuführen. Ein Partner war mit dem örtlichen Karnevalsverein schnell gefunden. Und so kam es zu einem unglaublichen stimmungsvollen Gastspiel, von dem die damaligen Mitspieler noch heute sprechen.

 

Die Aufführungen in der näheren Umgebung von Simtshausen wurden nach und nach reduziert, dennoch gingen wir auch weiter auf Tournee, nur sind die Aufführungsorte jetzt eher außerhalb des Wetschaftstales zu suchen. So kamen Gastspiele in Erksdorf, in der Waggonhalle Marburg, in Heuchelheim und in verschiedenen Orten des Hinterlandes hinzu.

 

Grundgedanke des SIMTSHÄUSER DORFTHEATERS war und ist, mit den eingespielten Geldern gemeinnützige Gruppen zu unterstützen. Beispielhaft sollen folgende Projekte angeführt werden:

 

  • Spenden an die Kindergärten in der Großgemeinde
  • Unterstützung des Schulfördervereins Münchhausen,
  • TERRA TECH,
  • Unterstützung der Elterninitiative zum Bau eines Spielplatzes in Simtshausen
  • Beitrag zur Finanzierung des Raumteilers im Bürgerhaus Simtshausen.

 

Seit 1998 ist das SIMTSHÄUSER DORFTHEATER ein eigenständiger Verein, zu dem mit den HARLE-KIDs auch ein seit 1995 bestehendes Kinder- und Jugendtheater gehört, das mit sehr gutem Erfolg eigene Stücke zur Aufführung bringt. Dieser Nachwuchs garantiert, dass auch künftig in Simtshausen Theater gespielt wird.