Hen Moller von der moln bey dem Born [=Christborn?] sampt Einer Wießen ahm Hause vnd Einem garten daselbst gelegen, Ist sein Erbe gibt jerlich dem Hauß Heine, vnd hatt die wiese iiii acker, der garten 1 acker 1 viertel iii ruten

fünffhalben guldenn,

Zwen alb vor ein New Jar

Ein Ganß Idem

Ein Hun Idem

Ein Han Idem

Vier maß weins Idem //jüngerer Zusatz: oder 14 alb Laut Leyebrieff

Drey alb Idem Erbzins von der wiesen pober [=oberhalb] der obersten moln ahn der Erle Wiesen

Beussen henchen von 1 acker x ruten wißen, die scheibe wiße ahm wasser, Item i 1/2 acker i viertel xii ruten die wetzel wiße ahn Fritz wiesen, Item iii viertel ix ruten die Langehecke.

Ahn Hans Kribelnn, Item i acker i viertel xi ruten der Kessell ahnn moller Hen, gibt von den obgemelten wißen jerlichen

Zwen gulden Achtzehen alb

Ein Ganß, Idem von i 1/2 viertel garten ahn der scheidel?/(Scheibel?) wiesen

(Jüngerer Zusatz: Henrich –unleserlich- Henrich Saure zinset 28 alb .und 1 Huhn;. vid. Nota post 1734)

Theiaß (=Matthias) Moller von ii acker ii viertel wißen die deusinges wieß ahn Folpert Sauren [aus Münchhausen ?], Item iii vtl Landt vnder dem Berge ahn Gerlach Genttener, Item i acker in der Wolmer ahn Jost Johan, Item iii vtl vff dem Bohrnrin ahn Theias von Monichhausen , Item ii acker i viertel x ruten vff den berken ahm wege, gibt von obgemelten Stucken

fünffzehen alb

Sechzehen Heller Idem vom Molngraben gehet durch des spittals Wießen,

Jorge von Hotzfelt [= Georg von Hatzfeld, auf Burg Mellnau] von wißen doselbst zehent gelt vor dem Zehent

Zween alb Acht hllr

(fol. 209) Obernholtzh Simshausen

Des spittals gutter Michel vff den Betten von einer wießen vor ober Simpshaußen vor den Zehent Zween alb

Zu diesem Zeitpunkt wurden demnach nur Simtshausen (östlich der Wetschaft: heute Bereich Schlagpfütze) und Obersimtshausen (westlich der Wetschaft: heute Mittel- und Obersimtshausen) als Ortsteile genannt. Die gesonderte Nennung von Mittelsimtshausen als eigener Ortsteil ist erst ab 1577 nachweisbar.

Aus dem Jahr 1577 ist nämlich ein „Abriß“, d.h. eine Lageskizze des Amtes Wetter erhalten, der eine Mühle im Bereich des heutigen Mittelsimtshausen zeigt. Hintergrund für die Entstehung dieses interessanten Dokuments ist ein Streit zwischen den Ämtern Battenberg und Wetter über den sog. Hammelschnitt. Zu den zahlreichen Abgaben, die die Untertanen dem Landesfürsten zu leisten hatten, gehörten auch die sog. „Trifthämmel“, d.h. je fünfzig gehaltener Schafe musste 1 Tier an den Renthof in Marburg abgegeben werden. Die dort zusammen getriebenen Tiere waren ein Teil der Besoldung der Hofbeamten, die ja teilweise in Naturalien erfolgte (Getreide, Tiere, Holz, Heu usw.).Alljährlich wurden von den Rentmeistern bzw. Helfern die Schafe in den einzelnen Ämtern gezählt und die erfassten Tiere durch einen Kerbe im Ohr markiert, daher der Name.Dabei ist zu bedenken, dass die Fleischnahrung im 16. Jahrhundert vorzugsweise Ochsen- und Hammelfleisch war und Schweinefleisch wesentlich seltener verzehrt wurde als heute. Daher waren damals die Schafherden bedeutende Wirtschaftsfaktoren.