Die früheste ausführlichere Ortsbeschreibung findet sich im Erbregister des Klosters Haina (StA MR S 348 Bd. II, fol. 207ff.), in dem die abgabepflichtigen von „Simshausen“ verzeichnet waren. Das aus dem 1557 Jahr stammende Register enthält zudem auch noch (hier in Klammern angegebene) Einträge und Ergänzungen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Der folgende Text ist wortgetreu übertragen; Erklärungen in eckigen Klammern:

(fol. 207) Simshausen Des spittals gütter seindt den nachbenanten Ein Zeitt Jar verleihet

(Jüngerer Zusatz: Martin Geiz, Jacob Kahler)

Theias Reidt vnd Hanß Moller haben ii acker vi rutenn [Flächenmaß] wiesen, die grosse wiese genant. Stost vff die gemein. Item [lat. ebenso] i [1] acker x [10] viertel v [5] ruten die wehr wiese ahn der Steinheußer geben von den 2 wiesen

Zween gulden sibenzehen albus [Albus = Weißpfennig bzw. Groschen]

Nota: gibt nunmehr 2 fl 20 alb wie ist ihm 1719 ausgesetzt worden

(Jüngerer Zusatz: Joannes Müller)

Heintz wibel von ii acker, i viertel die Lange wiese gnant.ahn der Strasse heran Item i acker II viertel die scheubelwiese ahn faust henn, Item i acker der Art ahn Wigandt Scheffer, gibt von den dreien wiesen jerlich dem Haus Heine

Zween gulden Siebenzehen alb

(Jüngerer Zusatz: (The)is Junghenn)

Mertten Geitz von iiii acker xxi ruten wiesen genent die Neue wiese ahn Theias Claußen. Item i acker 1 viertel xiiii ruten die rodell (=Röder?) wiese ahn Selben Claus gelegen gibt von den zween wiesen jerlich

Zween gulden Siebentzehen alb

Ein Hun idem

Zwey mutt [Hohlmaß] partim [anteilig], iden von iii acker, ii/2 viertel iii ruten Landt der Strasse ahn der dohren Wießen Item iii acker i viertel

viiii ruten doselbst ahn der Newen Wieße, Item i acker i viertel xvi ruten ahn der Kirchmurhe [=auf der Kirchmauer]

(Jüngerer Zusatz: Elisabeth Führin)

Hen Drus von iiii acker i viertel wiesen die dorre wiese ahn der Strasse gelegen, Item i acker, vi viertel die Reder (=Röder??) wiese ahn Claus Theias, Item i acker vi ruten der Ael ahn Wigandt scheffer gibt von den dreyen Wießen jerlich In Spittal Heine

Zween gulden Siebenzehen alb.

Ein Hun jeder die vier man von den obgemelten Wießen.

Fol. 209 (geändert 208)

ObernSimshausen Des spittals

gütter

Moln [= Mühlen]

(Jüngerer Zusatz: Joh. Conrad Detsch, Ihm ao 1691 uff sein Lebenslang verliehen, hatt 10 fl uff zu Tausch besagt und entrichtet)